Hinterland

Ab 7.10. neu im Programm (Bundesstart)

Österreich, Luxemburg 2021 / Regie: Stefan Ruzowitzky  / DarstellerInnen: Murathan Muslu, Liv Lisa Fries, Maximilian von der Groeben, Marc Limpach, Margarethe Tiesel, Aaron Friesz Stipe Erceg, Trystan Pütter und als Gast Matthias Schweighöfer  / 99 Min. / FSK ab 12

Wien 1920. Nach Jahren in Kriegsgefangenschaft kehrt der ehemalige Kriminalbeamte Peter Perg  aus dem ersten Weltkrieg nach Hause zurück. Das Kaiserreich ist zusammengebrochen. Die neue österreichische Republik lebt von sozialer und künstlerischer Freiheit, hat aber auch bereits mit dem Aufkommen antidemokratischer Bewegungen und Arbeitslosigkeit zu kämpfen. Im Haus regiert die Concierge, seine geliebte Frau hat mit dem Kind die Stadt schon lange verlassen. Perg ist ein Fremder in seiner Heimatstadt. Gerade als er sich auf den Weg zu seiner Familie machen will, wird er mit dem grausamen Mord an einem seiner ehemaligen Kameraden konfrontiert – und das bleibt nicht der einzige Fall dieser Art. Perg erkennt, dass er mit allen Opfern persönlich verbunden ist und dass er bleiben muss, um den Mörder zu finden. Die kühle Gerichtsmedizinerin Dr. Theresa Körner wird zu seiner Verbündeten, nicht zuletzt aufgrund einer gemeinsamen Vergangenheit. Im Laufe ihrer Ermittlungen stellen sie fest, dass sie es nicht nur mit einem brutalen und systematisch vorgehenden Mörder zu tun haben, sondern auch mit Intrigen innerhalb der Polizei. Peter Perg kämpft für Gerechtigkeit, doch als sich das Netz des Mörders um ihn selbst schließt, steht Perg vor dem moralischen Dilemma seines Lebens. HINTERLAND macht in jeder Einstellung die innere Zerrissenheit seiner Hauptfigur und die äußere Fragilität der Gesellschaft gleichzeitig sichtbar und dadurch den Film für seine ZuschauerInnen sowohl visuell und als auch emotional zu einem außergewöhnlichen Ereignis.

Der Film lässt auf eine sehr spezielle Produktionsgeschichte blicken: HINTERLAND wurde fast ausschließlich mit der Blue-Screen-Technik gedreht. Das Szenenbild, das nicht von ungefähr an die modernen und expressionistischen Motive des Kinos der 20er Jahre erinnert, entstand hauptsächlich am Computer (Digital Design Art Director: Oleg Prodeus, Digital Design VFX Supervisor Ronald Grauer für Benuts).