Portrait: Leonhard F. Seidl

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Ein Film von Julia Thomas & Thomas Steigerwald, Medien PRAXIS e.V. / 65 Min.

Leonhard F. Seidl – »Ich schreibe Romane und keine Flugblätter«

Leo Seidl ist ein politischer Schriftsteller, der in seinen Romanen reale Ereignisse recherchiert und meist mit einer Kriminalhandlung verknüpft. So auch in seinem neuesten Roman „Fronten“, in dem es um einen Amoklauf geht, der sich vor 30 Jahren in Dorfen, einem kleinen Städtchen in Oberbayern, nur wenige Kilometer von Leos Elternhaus entfernt, zugetragen hat.

Die Filmemacher gehen mit Leo auf eine Reise in seine Jugend. Sie besuchen gemeinsam mit ihm Orte, an denen sein teilweise autobiographischer erster Roman „Mutterkorn“ spielt.
Während seine Altersgenossen sich im Fußballverein trafen, entdeckte Leo seine Liebe zum Punk. Durch die fremdenfeindlichen Ereignisse von Solingen, Mölln und Rostock-Lichtenhagen Anfang der 1990er Jahre wurde er politisiert. Recht früh musste er erkennen, dass man mit bunten Haaren und als jemand, der eine andere Meinung vertritt als die konservative Mehrheitsgesellschaft, schnell das eine oder andere Mal Prügel bezieht.

Eine Zeit, die den inzwischen 42- jährigen Schriftsteller geprägt hat und ihn zu einem Menschen werden ließ, der sich bis heute als Aktivist entschieden gegen die Verbreitung rechtsradikalen und fremdenfeindlichen Gedankengutes einsetzt, gleichzeitig aber in seinen Romanen differenziert und feinfühlig nach Gründen sucht, weshalb sich Menschen in die eine oder andere Richtung entwickeln.

Ein Portrait über einen engagierten Menschen und Schriftsteller, der mit seinen Büchern mehr will als unterhalten.

Ein Film von Julia Thomas und Thomas Steigerwald, Medien PRAXIS e.V.

Länge: 65 Minuten