Zusatzvorstellung am 15.3. um 17.00 Uhr! Karten nur an der Abendkasse!
Preis pro Karte: 7,50 €
URAUFFÜHRUNG METROPOLIS
TONFILM IM SURROUND FORMAT
EINE NEUVERTONUNG VON MICHAEL AMMANN
Jede Vorstellung wird gerahmt durch eine kurze Einführung
und eine anschließende Diskussion in Anwesenheit des Komponisten.
© F.W. Murnau Stiftung Weltvertrieb: Transit Film München
Kooperationen und Förderung: Lehrstuhl für Multimediakommunikation
und Signalverarbeitung Universität Erlangen/Nürnberg, Stadt Fürth Toen.Studio
Kritiken:
"Die Klanggestaltung mit der Wellenfeldtechnik, die Metropolis durch Michael Ammann erfährt, erzeugt beim Zuschauer eine
intensive Nähe zu dem Geschehen des Films. Die unterbewusst wahrnehmbaren Signale werden vergrößert und dadurch
bewusst gemacht, man kann sagen darin wirkt die Komposition von Michael Ammann bewusstseinserweiternd."
(Bertina Schulze-Mittendorff, Tochter von Walter Schulze-Mittendorff / Plastiken Metropolis, Hamburg Jan. 2009)
'Uns haben die Sphärenklänge bspw. im Labor und im Kontext des Molochs überzeugt.'
(Friedrich Wilhelm Murnau Stiftung, Wiesbaden Feb. 2008)
"Vor ungefähr 3 Jahren hat mich der Lehrstuhl Multimediakommunikation und Signalverarbeitung der Universität Erlangen/Nürnberg mit der Vertonung einzelner Szenen des Stummfilms Metropolis von Fritz Lang aus dem Jahre 1927 beauftragt. Wir kamen überein, das sich der Film mit seinen bildgewaltigen und architektonischen Darstellungen hervorragend eignet um ihn mit den raumakustischen Möglichkeiten der Wellenfeldsynthese zu erforschen. Zudem konnte ich mir gut vorstellen, Stimmung, Stilistik sowie suggestive Kraft des Films mit meinem kompositorischen Ansatz im Bereich der abstrakten Musik zu einer ausdrucksstarken Symbiose zu vereinen. "
"Meine Komposition soll das düstere und kühle Design und die entrückt-traumwandlerische Welt der Fiktion Metropolis, unter Berücksichtigung, der, für einen Stummfilm der damaligen Zeit typischen, übertriebenen Theatralik, krieseligen Bildqualität und schwarz/weiß Bildkunst unterstreichen. Eine Vertonung des Films darf vordergründig nicht ”neu” bzw. "rein/sauber", im Sinne der soundtechnischen Mittel moderner Aufnahmeverfahren, klingen. Die Einbeziehung digitaler Artifakte und Übersteuerungen mit Hilfe spezieller Filter (Verzerrer, Ringmodulator, Pitchshifter, Noisegenerator, Timestretcher, Hall.....) dienen dieser Prämisse. Ich komponiere mit sogenannten UKO's (undefinierbare Klangobjekte), was bewirkt, daß die Identifizierung einer Klangquelle vielfach interpretativ ist.
(ausführliche Informationen unter m-amman.de)
(Michael Ammann, März 2008)
Zum Inhalt:
Metropolis (1927), Regie: Fritz Lang, Drehbuch: Thea von Harbou
Kamera: Karl Freund, Günther Rittau, Plastiken: Walter Schulze-Mittendorf
Bauten: Otto Hunte, Erich Kettelhut, Karl Vollbrecht, Darsteller: Brigitte Helm, Gustav Fröhlich, Alfred Abel, Rudolf Klein-Rogge, Fritz Alberti, Theodor Loos, Fritz Rasp etc.
Im Mittelpunkt dieses Stummfilmklassikers steht die futuristische, titelgebende Stadt „Metropolis“. Ihr Erbauer, Joh. Fredersen, hat als das „Hirn“ der Stadt von seinem „Neuen Turm Babel“ aus sämtliche Fäden in der Hand, die absolute Kontrolle. Für Fredersen sind Menschen nur noch Teil der Arbeitsmaschine, nur noch „Hände“, die sein Werk zur Perfektion bringen und aufrechterhalten sollen. Die Bevölkerung von Metropolis lebt in einer streng getrennten Klassengesellschaft: die Arbeiter schuften unter der eigentlichen Stadt und wohnen in unterirdischen Massenunterkünften, wo es keine Sonne gibt und keine Freude. Die Reichen und Mächtigen residieren hoch über dem Boden von Metropolis, ihre Söhne leben ebenfalls in einer Art eigenen Stadt mit dem „Haus der Söhne“, den Universitäten, einem gigantischen Stadion und den paradiesischen „Ewigen Gärten“, wo die schönsten Mädchen „gezüchtet“ werden wie kostbare Blumen. Im „Haus der Söhne“ lebt auch Freder, Joh.
Fredersens einziger Sohn. Doch eines Tages beschließt Freder, in die Arbeiterstadt hinabzusteigen, um dort die engelsgleiche Maria zu suchen, die den Arbeitern mit ihren Predigten von Liebe und Klassenlosigkeit Hoffnung schenkt. Als Freder die Lebensverhältnisse der Arbeiter sieht und Marias Predigt hört, ist er derart erschüttert, daß er sich entschließt, einer der ihren
zu werden. Um Maria auszuschalten, beauftragt Joh. Fredersen den Erfinder Rotwang. Dieser erschafft einen künstlichen Menschen, der die Züge Marias trägt, um zu Kampf und Zerstörung aufzurufen. Gleichzeitig erhofft sich Rotwang, der Freder haßt, daß seines Todfeindes Sohn an der Liebe zu Marias künstlicher Doppelgängerin zugrunde gehen werde. Zunächst gelingt der Plan, von der lasziven Roboter-Maria aufgestachelt, revoltieren die Arbeiter und verwüsten die Arbeiterstadt. Als sie aber erkennen, daß durch ihre Taten die Arbeiterstadt überschwemmt wird und damit ihre Kinder in Gefahr bringen, machen sie sich wutentbrannt auf die Suche nach Maria. Gefaßt wird aber nicht Maria, sondern ihre unheilbringende Doppelgängerin. Die Arbeiter verbrennen die Maschine, während Maria gemeinsam mit Freder die Kinder des Volkes rettet. Bei einem brutalen Kampf zwischen Freder und Rotwang wird der Erfinder getötet. Durch die Geschehnisse sind die Bewohner von Metropolis zunächst geeint, der Weg scheint frei für eine Welt ohne Klassenunterschiede.
Idee: Thea von Harbou
Produktion: Universum-Film AG Berlin (Ufa)
Verleih: Transit-Film GmbH, München
FSK-Freigabe: freigegeben ab 12 Jahren





