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"Im Winter ein Jahr"


D 2008, Regie: Caroline Link, Drehbuch: Caroline Link nach dem Roman „Aftermath" von Scott Campbell, Musik: Niki Reiser, Mit Karoline Herfurth, Josef Bierbichler, Corinna Harfouch, Hanns Zischler, Mišel Matièevic, Cyril Sjöström, 120 Min., ab 12

 

Eliane Richter bittet den Künstler Max Hollander, ein Porträt ihrer beiden Kinder zu malen, der 22-jährigen Lilli, einer talentierten Tanz-Studentin, und des 19-jährigen Alexander, der vor einem knappen Jahr tödlich verunglückt ist. Als Lilli, zunächst lustlos, zu Sitzungen im Studio des Malers erscheint, merkt dieser schnell, dass sie in großen emotionalen Schwierigkeiten steckt und er versucht, die ehemals tiefe Verbindung der Geschwister besser zu verstehen. Es entsteht eine vorsichtige Annäherung zwischen den beiden und das Psychogramm einer komplexen Familie. Am Ende hat das Bild der Geschwister wenig mit dem zu tun, was sich Eliane ursprünglich erhofft hat und kann gerade deshalb den Weg ebnen für einen neuen Anfang.

Zugrunde liegt der Roman „Aftermath" von Scott Campbell. Regie führte (die Oscar-Preisträgerin) Caroline Link, die auch das Drehbuch schrieb. Die gültige Charakterisierung der fünf im Vordergrund stehenden Personen und auch deren Zusammenspiel ist ihr wiederum in besonders schöner Weise geglückt, unterstützt von der guten Musik von Niki Reiser sowie der Kamera von Bella Halben.Und eine geeignetere Schauspielertruppe hätte Caroline Link nicht zusammenbringen können. Corinna Harfouch (Eliane), Hanns Zischler (Thomas) und Misel Maticevic (Aldo) agieren glänzend. Josef Bierbichler (Max) ist wie immer: präsent, fast überlebensgroß, kaum zu bremsen, gescheit, sympathisch. Den Vogel mit ihrer eleganten, kraftvollen und gefühligen Darstellung schießt jedoch dieses Mal die junge Karoline Herfurth ab. Ihre Lilli ist sehenswert.