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"Die Stadt der Blinden"


OT: Blindness, Kanada, Japan, Brasilien 2008, Regie: Fernando Meirelles, Buch: Don McKellar, nach dem Roman von José Saramago, Musik: Marco Antonio, Uakti, Darsteller: Julianne Moore, Mark Ruffalo, Alice Braga, Gael Garcia Bernal, Danny Glover, Yusuke Iseya, 118 Min., ab 12

 

Es beginnt ohne Vorwarnung: Am Steuer seines Autos wird ein Mann (Yusuke Iseya) blind: Er sieht nur noch weißen Nebel. Allen, die er trifft, widerfährt das gleiche Schicksal: seiner Frau (Yoshino Kimura), seinem Arzt (Mark Ruffalo), dem guten Samariter (Don McKellar), der ihn nach Hause brachte. Wie ein Lauffeuer verbreitet sich die Krankheit und die Regierung fällt eine Entscheidung. Alle an der Weißen Blindheit erkrankten Menschen werden in einer verlassenen Heilanstalt interniert, wo schnell das Chaos regiert. Und mittendrin ist der einzige Mensch, der von der Epidemie verschont bleibt: Die Frau des Arztes (Julianne Moore).

 

Der Roman von Nobelpreisträger José Saramago galt lange als unverfilmbar. Fernando Meirelles („City of God", „Der ewige Gärtner") wagte es trotzdem und schuf ein meisterliches Epos über eine in Blindheit gestürzte Welt, das dem Zuschauer die Augen öffnet. In dem herausragenden Ensemble brilliert allen voran Julianne Moore („Magnolia") als letzte Sehende; an ihrer Seite überzeugen Mark Ruffalo, Gael García Bernal, Danny Glover und Alice Braga als Blinde, die in einer aus den Angeln gehobenen Welt um ihre Würde kämpfen. DIE STADT DER BLINDEN eröffnete dieses Jahr die Filmfestspiele in Cannes.