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"Der kleine Eisbär 2"


Deutschland 2005, Regie: Piet De Rycker, Thilo RothkirchDrehbuch: Bert Schrickel, Thomas Wittenburg, Piet De Rycker, 81 Min, ab 0

 

Schauplatz Nordpol. Im ewigen Eis ist die Welt noch in Ordnung. Doch dann landen der kleine Eisbär Lars, die Seerobbe Robby und der Pinguin Caruso in einem Eisenbahn-wagon, der sie in den Süden, auf „die geheimnisvolle Insel" verschlägt. Die Geschichte erzählt von Freundschaft und Erwachsenwerden, Ich-Findung und Respekt gegenüber Fremdem; alles eingekleidet in eine liebevoll gestaltete Bilderwelt. Wer den kleinen Eis-bären schon aus Hans de Beers Bilderbüchern und der Sendung mit der Maus ins Herz geschlossen hat, der wird auch den zweiten Teil der Leinwandproduktion lieben.

Der kleine Eisbär macht zum zweiten Mal große Sprünge, raus aus dem Kinderbuch, rein in die Kinowelt. Bereits der erste Teil von „Der kleine Eisbär", das größte je in Deutschland produzierte Zeichentrickfilmprojekt, hat Disney auf dem europäischen Markt das Fürchten gelehrt. Mehr als 200 Zeichner und kreative Gestalter waren an der Entstehung des ersten Teils beteiligt. Kritiker zweifelten: Was ist denn bei so viel Monumentalität  vom einfachen Bilderbuch noch spürbar? Wie sollen die eigentlich kleine, ganz normale kindliche Alltagsge-fühle ausdrückende Geschichten des Autors Hans de Beer einen ganzen Kinofilm füllen? Wie kann die Stimmung der durch dezente Farbgebung und einfachen Strich gekennzeichneten Bilder in die Animation übertragen werden? Schon der erste Teil, der vor vier Jahren auf der großen Leinwand zu sehen war, vermochte diese Zweifel größtenteils auszuräumen; doch der zweite Teil überzeugt durch noch mehr Liebe zum Detail und psychologisch komplexeren Figuren als sein Vorgängerfilm. Insbesondere die engagierten Sprecher vermögen den Zei-chentrickfiguren Leben einzuhauchen: Der trällernde Pinguin Caruso bekommt seine Schnat-terstimme von Comedian Dirk Bach, der bereits im ersten Teil des „Eisbär"-Abenteuers den usikalisch höchst untalentierten Watschelvogel gesprochen hat. Das böse Eisbären-Trio um en fiesen Kalle wird von Atze Schröder, Oliver Kalkofe und Bastian Pastewka synchronisiert.