OT: Coco avant Chanel, Frankreich 2009, Regie: Anne Fontaine, Drehbuch: Anne Fontaine, Camille Fontaine, Darsteller: Audrey Tautou, Benoît Poelvoorde, Alessandro Nivola, Marie Gillain, Emmanuelle Devos, 110 Min., ab 6
Ein kleines Mädchen, das irgendwo im tiefsten Frankreich mit seiner Schwester in einem Waisenhaus lebt und jeden Sonntag vergeblich darauf wartet, vom Vater abgeholt zu werden.
Eine Varietésängerin mit schwacher Stimme, die vor einem Publikum aus betrunkenen Soldaten singt. Eine arme Näherin, die im Hinterzimmer einer Provinzschneiderei Säume stichelt.
Eine junge, magere Nachwuchskurtisane, die bei ihrem Beschützer Etienne Balsan Zuflucht findet, unter Kokotten und Lebemännern.
Eine Liebende, die weiß, dass sie niemals nur „einem Mann“ gehören wird und sogar die Ehe mit Boy Capel verweigert, obwohl dieser sie wirklich liebt.
Eine Rebellin, die an den Konventionen ihrer Zeit erstickt und die Kleidung ihrer Liebhaber trägt.
Dies ist die Geschichte von Gabrielle Chanel, die ihr Leben als willensstarkes Waisenkind beginnt und sich auf außergewöhnliche Weise zur legendären Modeschöpferin entwickelt, zur Verkörperung der modernen Frau – und zum zeitlosen Symbol für Erfolg, Freiheit und Stil.
Nachdem vor nicht allzu lange Zeit das Leben Edith Piafs verfilmt wurde, steht nun in „Coco Chanel – Der Beginn einer Leidenschaft“ Frankreichs einflussreichste Modedesignerin des 20. Jahrhunderts im Mittelpunkt einer aufwändigen Kinoproduktion. Regisseurin Anne Fontaine war daran gelegen, kein gewöhnliches „Biopicture“ zu inszenieren. Daher beschränkt sich ihr Film auf die Lehrjahre Coco Chanels und ihre ersten, widersprüchlichen Beziehungen zu reichen Verehrern und Förderern.







